Begabtenförderung

Schülerinnen und Schüler mit Fähigkeiten, die deutlich über denjenigen ihrer Altersgruppe liegen, sollen in ihren Begabungsbereichen an die Leistungsgrenze geführt werden, damit sie eine echte Herausforderung erleben und nicht unterfordert werden. In unserer IBEM-Region haben wir ein entsprechendes Konzept entwickelt.

Zielgruppe

Interessierte Schülerinnen und Schüler,

  • die bei der Kantonalen Erziehungsberatung als hochbegabt abgeklärt wurden.
  • die im schulischen Bereich gerne etwas Zusätzliches machen.


Grafik: Mehrfaktorenmodell Franz Josef Mönks

Förderunterricht

  • Mit der Schule Langnau wird bei vorliegender Hochbegabung einer Schülerin oder eines Schülers zusammengearbeitet und ein adäquates Programm zusammengestellt.
  • Bei mehreren hochbegabten Schülerinnen und Schülern initiieren wir in unserer IBEM- Region ein entsprechendes Setting.
  • Kinder und Jugendliche werden zu selbständigem und kreativem Lernen herangeführt.
  • Inhaltlich werden in der Begabtenförderung erweiterte Themen bearbeitet. Es ist nicht Aufgabe der Begabtenförderung, Schulstoff zu festigen oder vorwegzunehmen.

Checkliste für mögliche Anzeichen von ausserordentlich intellektueller Begabung 


Früheste Kindheit

  • gespannte Aufmerksamkeit auf Umweltreize beim Neugeborenen
  • geringes Schlafbedürfnis, lange Wachperioden
  • Beharrungsvermögen, Neugier
  • Drang nach Unabhängigkeit, Ablehnung des Zwangs

Vorschulalter

  • eindrucksvolle Entwicklung der Sprache: nicht der Zeitpunkt des Sprechbeginns, sondern die Geschwindigkeit der Fortschritte ist massgebend
  • durch Eigenmotivation erlerntes Lesen und Rechnen
  • überragende Gedächtnisleistungen, logisches Denken
  • hohe Konzentration, Beobachtungsgabe; fragt viel
  • intensiver Umgang mit Symbolen und Begriffen
  • will früh Vieles selbstständig tun

Schulalter

  • grosses spezifisches Fakten- und Detailwissen
  • erfragen von Kausalzusammenhängen, Interesse an Erwachsenenthemen
  • starkes Neugierdeverhalten, Forschungsdrang, Entdeckerfreude
  • erhöhte Energie, Ausdauer, Konzentration
  • Hyperaktivität, wenn zu wenig Anregungen da sind
  • Ablehnung von Routine und Drill, Langeweile bei Routineaufgaben
  • abstraktes und logisches Denken: fasziniert von Zahlen und ihren Beziehungen
  • divergente Lösungsstrategien
  • ungewöhnlicher Wortschatz
  • Kommunikationsbeflissenheit
  • Schreiben kann Mühe bereiten: das Kind denkt viel schneller als es schreiben kann; Schreiben langweilt deshalb
  • individualistische Haltung und Weltanschauung
  • Einzelgänger, Einzelgängerin, hat oft ältere Freunde oder Freundinnen
  • Sensibilität für die Probleme anderer
  • Humor und Ironie, die auch verletzend sein können

 

Auskünfte

Schulleiter IBEM Peter Stucki: 079 410 87 52, Kontakt.